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Blutegeltherapie

2012-05-01 20:46:05

Blutegel haben nichts mit „glitschig, eklig“ oder ähnlichem zu tun. Sie sind kleine, hübsche und elegante Schwimmer, die seit Jahrhunderten dem Menschen (und den Tieren) bei z.B. Gelenkschmerzen helfen.
In der „modernen Medizin“ kommen immer mehr Egel zum Einsatz, sogar nach dem Einsatz von künstlichen Kniegelenken oder in der Wiederherstellungschirurgie findet man die kleinen Heiler immer häufiger.

Durch die vielen verschiedenen Substanzen im Egelspeichel kann eine Blutegelbehandlung bei unterschiedlichen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Ein paar Beispiele wären: Arthritis/Arthrose, Gelenkfehlbildungen, Wirbelsäulenerkrankungen, Wundheilungsstörungen, Hämatome etc.

Wie läuft eine Blutegelbehandlung ab?
Der Egel wird entweder direkt an der schmerzenden Stelle angesetzt, bzw. kann man auch den Egel sich seinen Platz im Einsatzgebiet selber suchen lassen. Die Tierchen haben ein unglaubliches Gespür dafür, wo sie am besten helfen.
Die eigentliche Behandlung dauert ca. 60-90min, danach fallen die Egel von selber ab. Die meisten Hunde akzeptieren die Behandlung ohne Probleme. Die Wunde wird noch einige Stunden nachbluten, dadurch entstehen im Allgemeinen keine Probleme. Die Wirkung der Egelbehandlung kann sofort sichtbar sein, aber auch ein paar Tage dauern und hält oft monatelang an.

Zeckenmittel

2012-04-06 13:02:39

Scalibor = Deltamethrin
Deltamethrin ist ein Nervengift, welches an das Halsband „gebunden“ ist, so dass der Hund kein weißes Pulver o.ä. auf dem Fell hat. Der Wirkstoff wird über das Band täglich in gleicher Menge abgegeben. Die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich, da Deltamethrin ein Nervengift ist und bleibt. Nicht verwenden, wenn der Hund Hautläsionen hat!

Frontline
– Fipronil
Wird als Spot on auf die Haut aufgetragen. Fipronil ist ein Kontaktgift und der Wirkstoff wird in vielen Ländern als Pflanzenschutz und Pestizid verwendet. Das mittel sollte nicht bei jungen oder stark geschwächten Tieren verwendet werden.

ExSpot – Permethrin
ExSpot wird genauso wie Frontline als Spot on auf den Hund aufgetragen. Permethrinhaltige Produkte die für Hunde gedacht sind, dürfen nie für Katzen verwendet werden. In den USA gilt Permethrin als Substanz mit schwach krebserzeugendem Potential.

Bogacare - Margosa Extrakt, Zitronella und Nelkenblütenöl
Ein weiteres Spot on Präparat zum Auftropfen auf die Haut, diesmal allerdings ohne Chemie. Die Wirksamkeit schwankt extrem und bei der Stiftung Warentest sind Citronella und Margosa Extrakt durchgefallen. Weiterer Nachteil: Der Hund stinkt furchtbar nach Citronella. Bei meinem Hund hat es mäßig gewirkt. Als Zecke hätte ich bei dem Geruch allerdings auch das Weite gesucht.

cd-Vet-Abwehrkonzentrat – Teebaumöl, Lavendelöl, Jojobaöl, Geraniumöl.
Wird regelmäßig in das Fell einmassiert und verursacht einen leicht veränderten Körpergeruch, der dem Menschen oder anderen Hunden (wohl) nicht auffällt. Zecken und Flöhe halten sich aber dann vom Hund fern.

Bersteinkette
Eine Kette aus (unbehandeltem) Bernstein soll das Fell des Hundes elektrisch aufladen und somit die Zecken mit einem kleinen Stromschlag vertreiben.
Die Wirkung ist sehr unterschiedlich. Während die einen Hundehalter davon überzeugt sind, hilft es bei anderen Hunden überhaupt nicht.

Kokosöl
Kokosöl ist ein natürliches und effektives Mittel zum Schutz vor Zecken durch die enthaltene Laurinsäure.

Bierhefe
Bierhefepulver oder Tabletten im Futter sind nicht nur gut fürs Fell sondern sollen auch (bei manchen Hunden) gut gegen Zecken wirken.

Neem-Öl
Wird wie Kokosöl direkt auf den Hund aufgetragen und hilft Zecken abzuwehren. Wie bei vielen der natürlichen Mittel ist die Wirksamkeit sehr unterschiedlich!

Nasenarbeit

2012-03-03 12:12:58

Wir müssen unseren Hunden nicht beibringen, wie man etwas erschnüffelt, wir müssen ihnen nur klarmachen, was wir von ihnen wollen. Ich möchte heute die verschiedenen Möglichkeiten der Nasenarbeit aufzählen.

Mantrailing: Der Hund sucht die Geruchsspur von einer bestimmten Person. Der Hund bekommt anfangs einen Geruchsgegenstand von der Versteckperson und sucht möglichst nah an der Fährte den Weg bis zur vermissten Person ab. Der Hund darf mit hoher oder auch gesenkter Nase suchen. (Vorsicht: Viele verschiedene Anbieter, viele verschiedene Methoden. Mein Tipp: Mantrailing Europe)

Fährtensuche: Der Hund sucht auf dem Boden nach den Bodenverletzungen, die der Fährtenleger hinterlassen hat. Der Eigengeruch ist dabei nicht von Belang. Auf der Stecke werden Fährtengegenstände ausgelegt, die der Hund „verweisen“ soll. Der Hund soll mit tiefer Nase suchen. (Ausbildung über die Hundesportvereine)

Flächensuche: Der Hund sucht in großen Gebieten vermisste Personen und zeigt deren Fund an. Die Ausbildung erfolgt bei Rettungsorganisationen wie dem DRK, Malteser, Johanniter, etc.

ZOS (Zielobjektsuche): Der Hund wird auf verschiedene Gegenstände konditioniert und soll diese suchen und verweisen (nicht aufnehmen). Als verschiedene Disziplinen gibt es: Freies Gelände (abgesperrter Bereich, wo der Gegenstand liegt), Trümmerfeld (Feld mit den verschiedensten Utensilien, wo der Gegenstand offen dazwischenliegt) und Päckchenstraße (Päckchen mit Luftöffnung aneinander, in einem davon ist der Gegenstand).

Sonstige Nasenarbeit: Man kann dem Hund beibringen Reiskörner in Mehlbehältern zu finden (z.B. Fotodöschen mit Mehl, in einem ist ein Reiskorn), lactosefreier von lactosehaltiger Milch zu unterscheiden. Man kann Futter auf einer Wiese verteilen und dort suchen lassen, Futter in Päckchen verstecken, in einem zugeknoteten Handtuch…der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!